Gêborski, Czes³aw  (Gemborski)

Kommandant in Todeslager-Lamsdorf (
£ambinowice)

Kriegsverbrecher und Massenmörder (Zbrodniarz wojenny) (mass murderer, war criminal)
 

Geboren:       5.06.1924, Dombrowa (D¹browa Górnicza), Kleinpolen
Gestorben: 14.06.2006 (ohne Verurteilung)

Es sind an die 6.000 Deutsche Opfer in diesem polnischen Vernichtungs-KZ zu beklagen!

Lager Kommandand - Verbrecher

 

Die Behörden haben es erreicht, dass dieser Mörder, ohne Bestrafung abgehen durfte. Der himmlische Richter wird es ihm besorgen!

 

Morel, Salomon (Solomon, Schlomo, Shlomo)
 

* 15.11.1919, Garbów (Kreis Pulawy)
 

http://www.ipn.gov.pl/deu_a_morel.html

http://www.wirtualnapolonia.com/teksty.asp?tekstID=9263




Die Hölle wartet ....  Gott wird dich bestrafen!
 

Er ist "stolz" darauf, viele Deutsche ermordet zu haben.


Kommandant im Todeslager KZ "Zgoda" in Schwientochlowitz (Febr. bis Nov. 1945)

http://de.wikipedia.org/wiki/Salomon_Morel

(LA RICERCA DI MOREL
di Maurizio Blondet
La Polonia ha rinnovato ad Israele la richiesta di estradizione per Solomon Morel, accusato di atrocità indicibili in un campo di concentramento sovietico.
Morel fu posto dagli occupanti sovietici a comandare il lager di Swietochlowice immediatamente dopo la seconda guerra mondiale. Nel campo furono ammassati in particolare uomini, donne e bambini di cittadinanza polacca, ma di etnia tedesca, precedentemente privati di tutti i loro averi.
Secondo quanto ha appurato un'inchiesta giudiziaria polacca nel 1994, Solomon Morel, in quanto comandante del campo, aveva personalmente ucciso dei bambini spaccandogli la testa contro i muri; picchiato a morte degli internati a colpi di bastone; inserito oggetti nell'ano di prigionieri, causando dolore estremo; obbligato donne e bambini a stare nudi all'aperto a temperature sotto zero;
costretto detenuti a mangiare le feci; fatto morire prigionieri di fame.
Per questi motivi, contro Morel la magistratura polacca ha elevato l'accusa di crimini contro l'umanità.

Si ritiene che nei campi sovietici creati nel dopoguerra nelle zone occupate dall'Urss, siano stati fatte morire, per fame, torture e privazioni, 80 mila persone.
Invariabilmente, i comandanti di questi capi di sterminio erano comunisti ebrei.
Secondo il Telegraph di Londra, che ha rievocato questa tragedia ignorata il 5 gennaio 2005, "Stalin scelse deliberatamente degli ebrei come comandanti dei campi, sapendo che non mostravano alcuna pietà per i detenuti" (1).
Anche Morel, essendo ebreo, è riparato per tempo a Tel Aviv dopo la caduta dei regimi comunisti all'Est. Pare che il governo israeliano lo abbia assistito nella fuga.
Oggi, a 86 anni, vive impunito; ed è stato anche intervistato per il talk-show "60 Minutes" da una tv americana. Alle ripetute richieste dei giudici polacchi il governo israeliano ha però risposto che Morel risultava irreperibile.

Eva Kok, procuratrice dell'accusa in Polonia, ha replicato: "gli israeliani sono straordinariamente efficienti nel perseguire personaggi accusati degli stessi crimini [per cui la Polonia accusa Morel, 'crimini contro l'umanità']; devono accettare il fatto che altri Paesi vogliono fare lo stesso". La questione del criminale Morel non deve, ha aggiunto, "essere nascosta sotto il tappeto"    di Maurizio Blondet)

 

Helena Woliñska-Brus

Geboren als:  Fajga Mindla Danielak (Ochsmann)

 * 1919
 

Lebt in Groß-Britannien, verheiratet mit Prof. W³odzimierz Brus
(
Witwe: Franciszek JóŸwiak, ps. Witold (20.12.1895 - 23.12.1966))

 



 

Potok, Lola

Lagerkommandantin  in Gleiwitz
Lola Potok   - naczelnik wiêzienia w Gliwicach
 


 

 

Studniberg, Chaim
Direktor aller KZ-Lager und Gefängnisse in Schlesien

 

 

Frenkiel, Adam

Gerichts-Mörder

 

Eisenstein, Berek

 

Krawiecki, Adam

 

Singer, Szlomo (Shlomo)

 


Polen
Nach dem Ersten Weltkrieg wurde in Polen in den vorher - bis 1918 - zu Deutschland (Deutsches Reich) gehörenden Gebieten das ehemalige deutsche Kriegsgefangenenlager Szczypiorno vom polnischen Staat als Internierungslager für die in ihrer Heimat verbliebene deutsche Zivilbevölkerung weitergenutzt, ebenso das Lager Stralkowo. Es kam dort zu schwersten Menschenrechtsverletzungen und unmenschlichen Quälereien (Folter) wie sie für Konzentrationslager kennzeichnend sind.
Nach 1926 wurden weitere KZ eingerichtet, nicht nur für Deutsche, sondern auch für Ukrainer und andere Minderheiten in Polen sowie für polnische Oppositionelle, die Lager Bereza-Kartuska und Brest-Litowsk. Über die Zahl der dort Inhaftierten und Ermordeten wurden offizielle Zahlen nicht bekanntgegeben.

Von Anfang bis September des Jahres 1939 kamen weitere Lager für Deutsche hinzu, u.a. in Chodzen. Es kam in diesem Zeitraum zu einer gesteigerten Anzahl von Massenverhaftungen und Pogromen an der deutschen Bevölkerung, die zur Flucht von Zehntausenden führte. Aus 1131 Ortschaften in Posen und Pommerellen kam es zu Verschleppungsmärschen in Lager.

Nach dem Einmarsch der deutschen Wehrmacht am 1. September 1939 kam es zum Pogrom des so genannten Bromberger Blutsonntag vom 3. September 1939.

Nach dem Zweiten Weltkrieg kam es im Zuge der Vertreibung der deutschen Zivilbevölkerung aus den Gebieten des Deutschen Reiches, die damals unter polnische Verwaltung gestellt wurden und seitdem zu Polen gehören, zur Errichtung von 1255 Konzentrationslagern mit einer Sterblichkeitsrate von 20 bis 50 %, z.B. in Tost (Toszek), Lamsdorf, Potulice, Schwientochlowitz. Tost stand allerdings nicht unter polnischem Oberkommando, sondern war ein Lager des sowjetischen NKWD. In den Lagern wurden Mißhandlungen, exzessive Grausamkeiten und planmäßige Morde verübt. Besonders bekannt wurden die Fälle der Lagerkommandanten Lola Potok, Czeslaw Geborski und Salomon Morel. Der in jüngster Zeit ergangene Auslieferungsantrag des polnischen Staates bezüglich Morels an Israel als dessen jetzigem Aufenthaltsort wurde abschlägig beschieden, da Israel auch Staatsbürger, die der Verbrechen gegen die Menschlichkeit beschuldigt werden, nicht an andere Staaten ausliefert.

Bei den Inhaftierten handelte es sich nicht um NS-Täter, sondern um deutsche Wohnbevölkerung, die 1945 nicht schnell genug hatte fliehen können. Inhaftierungsgrund war nicht irgendeine persönliche Täterschaft, sondern die deutsche Nationalität oder Sprache. Die Bevölkerung ganzer Dörfer - vom Säugling bis zum Greis - wurde in Lager verschleppt, dort ermordet oder vorsätzlich dem Hungertod ausgesetzt. Dabei spielte auch die etwaige polnische Staatsangehörigkeit, die manche hatten, keine Rolle.

Proteste des amerikanischen Roten Kreuzes, des US-Senators Langer (North-Dakota), des britischen Botschafters Bentinck und des britischen Premierministers Winston Churchill bei der polnischen Regierung mit der Mahnung, sich an die Genfer Konvention und das Völkerrecht zu halten, bewirkten nichts.

Belegt ist die Zahl von mindestens 60.000-80.000 Menschen, die in diesen Lagern der Nachkriegszeit ums Leben kamen.


Quellen
Congressional Record, Senate, Vol. 92, 2. August 1946 (Evacuation and Concentration Camps in Silesia)
US-Nationalarchiv, Washington
Parliamentary Debates, House of Commons, Fifth Series, Vol. 413, London
Provinzgericht Kattowitz, Polen
Staatsarchiv Kattowitz, Polen
Archiv des IKRK (Internationales Komitee des Roten Kreuzes), Genf
Zivilverschollenenliste des Suchdienstes des DRK
UOKG (Union der Opferverbände kommunistischer Gewaltherrschaft): Dokumentationen der Einzelverbände
Deutsches Bundesarchiv, Koblenz: Dokumentation der Vertreibungsverbrechen
Deutsches Bundesamt für Statistik
Bundesministerium für Vertriebene: Dokumentation der Vertreibung der Deutschen aus Ost-Mitteleuropa, Bonn 1953-1962
Zentralstelle des Kirchlichen Suchdienstes: Gesamterhebung zur Klärung des Schicksals der deutschen Bevölkerung in den Vertreibungsgebieten, München 1965
John Sack- Collection, Boston University

Literatur
John Sack, An Eye for an Eye (Basic Books, A Division of HarperCollinsPublishers, 1993)
John Sack, Auge um Auge (Ernst Kabel Verlag, Hamburg 1995)
Alfred M.de Zayas, Die Anglo- Amerikaner und die Vertreibung der Deutschen (C.H.Beck, München 1979 und dtv-Taschenbuch, 1980)
Heinz Nawratil, Schwarzbuch der Vertreibung 1945-1948 (Universitas Verlag, 1982)
Heinz Esser Die Hölle von Lamsdorf (Bonn 1971)

http://www.wissens-quiz.de/wissen/bildung/wikipedia/k/ko/konzentrationslager.html

http://www.hiddenmysteries.org/conspiracy/coverups/sack.html

Polnisch: http://www.raportnowaka.pl/news.php?typ=news&id=187&page=3

http://www.opfergang.de/po_sack.htm

 

 

Pinka M¹ka
 

Auch einer! (Kein Foto).
..........

 

Adam Krawecki


 

 

Auge um Auge

 

Es überrascht kaum, daß die Darstellung jüdischer Racheakte an Schlesiern 1945 nicht in Deutschland geschrieben wurde (ein deutscher Autor wäre von der hiesigen liebedienerischen Justiz mit einiger Wahrscheinlichkeit für unabsehbare Zeit hinter Gitter geschickt worden), sondern in den USA - von John Sack, einem amerikanischen Juden.

"Bis vor kurzem", behauptet der amerikanische Autor John Sack, "war es mir beinahe egal, ob mein Buch 'Auge um Auge' auch in einer deutschen Ausgabe erscheinen würde oder nicht." Inzwischen ist er anderer Meinung: "Alle möglichen Gerüchte laufen umher, und um der Juden willen, um der Deutschen willen und um der Wahrheit willen muß dieses Buch nun unbedingt veröffentlicht werden."

In nächster Zeit kann Sack, 64, jedoch nicht damit rechnen. Der Münchner Piper­-Verlag hat die Auslieferung von "Auge um Auge" im Februar gestoppt, 6.000 bereits gedruckte Exemplare werden eingestampft. In einer Pressemitteilung begründete dies Viktor Niemann, der neue Leiter des unlängst an die schwedische Bonnier‑Gruppe verkauften Verlagshauses: "Offensichtlich ist es so, daß dieses Buch zu dem Mißverständnis Anlaß geben könnte, als ließe sich der Holocaust mit anderen Verbrechen aus dieser Zeit vergleichen oder gar aufrechnen."

Der historische Hintergrund von Sacks "Skandalbuch" (Die Woche) ist die gewaltsame Vertreibung von fast 15 Millionen Deutschen aus Ost- und Mitteleuropa im Gefolge des Einmarschs der Roten Armee 1945. Über die Opfer dieser Zwangsumsiedlung wird wenig geredet ‑ vor allem in der Furcht, unbelehrbare Rechte könnten sie zur Relativierung der Nazi‑Verbrechen mißbrauchen.

Zwar legten die Alliierten im Sommer 1945 in Artikel XIII des Potsdamer Abkommens fest, daß die gigantische Aktion "in ordnungsgemäßer und humaner Weise" stattfinden sollte. Angesichts der Verheerungen eines von Hitler aufgenötigten Kriegs und der brutalen deutschen Germanisierungspolitik im Osten konnte davon jedoch meist keine Rede sein. Der Aufruf des russischen Schriftstellers Ilja Ehrenburg "Die Deutschen sind keine Menschen ... Töte den Deutschen" hat dabei traurige Berühmtheit erlangt.

Auch in Polen und den polnisch besetzten ehemaligen deutschen Ostgebieten wurden bereits im Frühjahr 1945 Hunderttausende Deutsche in Lagern und Gefängnissen eingeschlossen, verhört und mißhandelt. Die Nazi‑Schergen, die so zur Verantwortung gezogen werden sollten, traf diese Grausamkeit nur selten.

Von den 60.000 bis 80.000 Menschen, die nach der Schätzung des Koblenzer Bundesarchivs zwischen 1945 und 1948 in den bis zu 1.255 Lagern des kommunistischen polnischen Sicherheitsdiensts umkamen oder ermordet wurden, waren die meisten unschuldige Zivilisten, darunter viele Greise und Kleinkinder.

Diese Fakten werden auch von John Sack erwähnt, aber "Auge um Auge" ist keine umfassende Darstellung der Vertreibungsgreuel. Sack, der kein Historiker, sondern Reporter ist, behandelt nur einen regional und zeitlich begrenzten Ausschnitt: Oberschlesien 1945. In Form eines naiv erzählten Doku‑Dramas, das die Einbettung in den größeren historischen Kontext vermissen läßt, schildert er die persönliche Geschichte einer jüdischen Überlebenden von Auschwitz: Lola Potok.

Lola ist 24 Jahre alt, als sie dem Vernichtungslager entkommt, in dem zehn Angehörige ihrer Familie, darunter ihr einjähriges Kind, umgebracht worden sind. Durch diese Erlebnisse traumatisiert, sucht Lola Vergeltung. Als Kommandantin eines vom polnischen Sicherheitsdienst eingerichteten Gefängnisses in Gleiwitz übt sie für einige Monate leidenschaftliche Rache, bis sie in einer moralischen Krise, so Sack, "die Falschheit ihres Tuns erkennt und zu Gott und zur Thora zurückkehrt". Bevor sie im November 1945 aus Polen flieht, bemüht sie sich nach Kräften, den internierten Deutschen zu helfen.

John Sack hat diese Geschichte im Jahre 1986 von Lola, die seit langem in den USA lebt, selbst gehört. Und ihr Bericht veranlaßte ihn zu einer siebenjährigen Recherche. Dabei mußte er feststellen, daß es Racheakte von einzelnen Überlebenden des Holocaust nicht nur in Gleiwitz gegeben hatte. So berichtet er in seinem Buch auch über das mörderische Wirken von Schlomo Morel, dem jüdischen Kommandanten des berüchtigten Lagers Schwientochlowitz bei Kattowitz. Dort fanden zwischen Februar und Oktober 1945 mindestens 2.500 Deutsche unter entsetzlichen Bedingungen den Tod. Die "Kommission zur Untersuchung von Verbrechen gegen die polnische Nation" hat Morel 1991 zum ersten Mal vorgeladen. Der weiteren Untersuchung entzog er sich 1993 durch Flucht nach Israel.

Laut der von Sack zitierten Schätzung des Sekretärs des Sicherheitsdienstes für Schlesien, Pinek Maka, sind in Oberschlesien, aber nur dort, zeitweilig fast 75 Prozent (rund 160) der höheren Offiziere des kommunistischen staatlichen Sicherheitsdiensts, der die Internierungslager führte, Juden gewesen. Sack nimmt an, daß die sowjetisch gesteuerte Organisation absichtlich Überlebende des Holocaust auf hohe Posten setzte. Juden waren sowohl Pinek Maka als auch der Direktor der für die schlesischen Gefängnisse und Lager zuständigen Abteilung, Chaim Studniberg. Sie sind neben Lola Potok und Schlomo Morel die Hauptfiguren des Buches. Bis Herbst 1945 hatten die meisten Juden den polnischen Sicherheitsdienst aber bereits verlassen.

Der von dem polnischen Intellektuellen Adam Michnik geäußerten Überzeugung, die jüdischen Kommunisten des Jahres 1945 hätten eher als Kommunisten denn als Juden empfunden und gehandelt, folgt Sack aber nicht. Vielmehr zieht er sogar die Greueltaten in einem als "Hölle von Lamsdorf" bekannt gewordenen Lager, das unter der Leitung eines nichtjüdischen Kommunisten stand, zur Illustrierung von Chaim Studnibergs "jüdischer Rache" heran. Denn Studniberg habe von den Vorgängen in Lamsdorf gewußt und das Lager mehrfach inspiziert.

"Als ich Lolas Geschichte entdeckte", erzählt Sack, "habe ich meinen Rabbi gefragt, was neben meiner Verpflichtung als Reporter meine Verpflichtung als Jude sei." Dessen Antwort: "Du mußt das schreiben, oder du machst dich schuldig."

Sack gehört zu den Veteranen des amerikanischen Journalismus. Der Autor von acht Büchern, darunter das Vietnam­-Buch "M", das zum Unterrichtsstoff an amerikanischen Colleges gehört, ist seit über 45 Jahren Reporter. Unter anderem arbeitete er für den New Yorker, für Harper's und Esquire, ferner als Kommentator und Korrespondent für den Fernsehsender CBS, auch als Kriegsberichterstatter in Korea, in Vietnam und im Irak.

Trotz seiner Reputation als Journalist von "außergewöhnlicher Integrität und Unerschrockenheit" (The Nation) hatte Sack mit "Auge um Auge" von Anfang an wenig Glück. Mehrere Jahre lang zahlten ihm der Verlag Henry Holt und verschiedene Redaktionen hohe Vorschüsse, finanzierten aufwendige Recherchen und lehnten dann doch alle den Abdruck der Geschichte ab.

Im März 1993 aber druckte schließlich die New Yorker Zeitschrift Village Voice den Teil des Buches über Schlomo Morel. "Die Geschichte", schrieb der New York Observer, sei "einfach zu heiß zum Anfassen". Ein halbes Jahr später wurde Sacks Buch vom angesehenen New Yorker Verlag Basic Books unter dem unpassenden Titel "An Eye for an Eye" veröffentlicht. Mit einem lüsternen Untertitel wurde gar der falsche Eindruck einer systematischen jüdischen Racheaktion suggeriert.

Obgleich die in den USA renommierte Fernsehsendung "60 Minutes" im November 1993 Sacks Recherchen über Schlomo Morel in einer großangelegten Dokumentation bestätigte, wurde "Auge um Auge" bis auf wenige Ausnahmen in der amerikanischen Presse meist angegriffen oder ignoriert.

Zwar hieß es in der allerersten Besprechung, die in dem kleinen Periodikum PS ‑ The Intelligent Guide to Jewish Affairs aus der Feder des bekannten jüdischen Publizisten Adam Simms erschien: "Von Auge um Auge" haben wir nichts zu befürchten, sondern viel zu lernen.‑ Doch ein Großteil der Kritik wurde vom Verriß eines Assistenz-­Professors in Harvard, Daniel Goldhagen, diktiert, der im New Republic Sacks Buch eine "reine Erfindung" nannte. Die Zeitschrift Progressive vermutete, Sacks Beschreibung der Ereignisse in Polen wirke unglaubwürdig, weil das amerikanische Bewußtsein über den Holocaust inzwischen von Steven Spielbergs Film "Schindlers Liste" bestimmt sei. In der Schlußszene wird angedeutet, alle Überlebenden seien direkt nach Israel ausgewandert.

Daß die Veröffentlichung von "Auge um Auge" in Deutschland so plötzlich gekippt wurde, haben die großen amerikanischen Tageszeitungen dennoch mit einigem Erstaunen registriert. "Eine einzige Besprechung" ‑ gemeint war der "Antisemitische Rohkost" überschriebene Artikel Eike Geisels in der Frankfurter Rundschau ‑ "reichte anscheinend aus, um den Piper‑Verlag zu überzeugen, daß der Ankauf von 'Auge um Auge' ein Fehler war", wunderte sich die Washington Post über die Rücknahme des Buches. Die New York Times zitierte Ralph Giordano ("Das ist der größte Dreck") mit dem Hinweis, daß er das Buch nicht gelesen habe.

In der deutschen Presse wurde Pipers Entscheidung begrüßt. Auch die Zeit, die im Sommer 1993 noch den Nachdruck von Sacks Artikel aus der Village Voice erwogen hatte und deren Redakteur Thomas Kleine‑Brockhoff an Sacks Recherche beteiligt war, befand jetzt, die neue Leitung bei Piper habe "richtig entschieden".

Daß die Zeit ausgerechnet unter der haltlosen Überschrift "SS‑Juden" dem Autor Sack Sensationslust vorwarf und ihm ein hauseigenes Dossier über Schlomo Morel als musterhaftes Gegenbeispiel vorhielt, ist freilich ein Indiz für die Verkrampftheit und sogar Unehrlichkeit der gutgemeinten Argumentation: Die Autorin des Dossiers selbst, die Polen‑Korrespondentin Helga Hirsch, hatte für die Veröffentlichung von Sacks Buch plädiert.

Ähnlich argumentierte der Polen‑Experte Klaus Bachmann in der taz. In der Mitte seines durchaus fundierten Artikels beschied er den Leser, Pipers Rückzug sei "richtig", zum Ende stellte er ihn in Frage: "Vielleicht hätte das schlechte Buch von John Sack ja das Entstehen einiger guter Bücher über die unmittelbare Vorgeschichte der Vertreibung der Deutschen provoziert."

Was der Piper‑Verlag mit dem Verzicht auf das Buch verhindern wollte, ist nun ‑ wenn auch unter Ausschluß der Leserschaft ‑ erst recht passiert: In deutschen Feuilletons ist auf der Basis der amerikanischen Ausgabe eine Debatte eröffnet worden, die in die falsche Richtung geht.

Denn ein Großteil der Kritik sucht Sacks Buch ausgerechnet dort aus den Angeln zu heben, wo es nichts zu bezweifeln gibt: bei seinem Wahrheitsgehalt. So unübersichtlich die Anmerkungen und Quellenbelege in "Auge um Auge" auch sind, sie sind vorhanden und haben noch jeder Überprüfung standgehalten.

Sacks Quellen sind nicht nur, wie die Zeit meinte, eine "bloße Summierung von oral history". Vielmehr hat der Autor deutsche wie polnische Akten zur Verifizierung der von ihm eingeholten 150 Zeugenaussagen, darunter 48 am Geschehen direkt beteiligte Zeitgenossen, herangezogen.

Besonders gewichtig sind dabei die Verwaltungs‑, Prozeß‑ und Lagerakten aus Gleiwitz, Kattowitz und Schwientochlowitz, die erst nach dem Ende der kommunistischen Herrschaft in Polen zugänglich wurden. Als Anfang der fünfziger Jahre fast 30.000 Vertreibungsberichte für eine "Ost­-Dokumentation" des Bundesarchivs ausgewählt wurden, hatte man noch davon ausgehen müssen, daß die Vorfälle "aktenmäßig oder aus sonstiger Quelle nicht oder nur unvollkommen zu belegen sind".

Angreifbar an Sacks Darstellung sind nicht die Fakten, sondern Form und Stil. Sack ist ein Vertreter des sogenannten new journalism, der im Bemühen um Authentizität hautnah aus der Sicht der Betroffenen schreibt und so Geschichte in persönlichen Geschichten faßbar zu machen sucht.

In den USA sind solche "Doku‑Dramen" beliebt, auch ein Großteil der amerikanischen Holocaust‑Literatur gehört zu diesem Genre. Man werde den Opfern nicht gerecht, wenn man das Grauen nicht direkt spürbar mache, heißt die Devise, die auch im deutschen Historikerstreit zur Forderung wider die kalte Historisierung des Nationalsozialismus wurde. Sack mag daher nicht verstehen, warum die eindringlichen Gewaltszenen in "Auge um Auge" ihm sogar in den USA den Vorwurf des "sadistischen Sensationsjournalismus" (The Nation) eingetragen haben.

"Auge um Auge" zeigt überdeutlich die Tücken der dramatischen Einfühlung: So sind die Dialoge nicht erfunden, wie die Kritik mutmaßte. Vielmehr geben sie ‑ mit drei Ausnahmen ‑ direkte Aktenzitate oder die auf über 300 Stunden Tonband festgehaltene wörtliche Rede der von Sack befragten Zeitzeugen wieder. Das Problem: Selbst dem gutwilligen Leser erscheinen sie dennoch wie konstruiert.

Sacks Geschichte ist keine Kolportage, aber sie wirkt so. Und dieser fatale Eindruck wird durch die katastrophale Unübersichtlichkeit des Anmerkungsteils noch verstärkt. Hier hätte das Piper‑Lektorat zur Glaubwürdigkeit des Buches beitragen können. So aber verliert sich die Richtigstellung der von Lola stammenden verfehlten Analogien etwa von Auschwitz und den polnischen Internierungslagern im Unterholz. "Die Wahrheit", so Sack, "ist freilich, daß sie nur glaubte, wie die Nazis zu werden, dem aber keineswegs so war."

Für ein europäisches Lesepublikum ist "Auge um Auge" aber noch in einer weiteren Hinsicht schwer erträglich: Sacks Sprache ist unsensibel, voller Klischees und bedient sich frivoler Vergleiche. Seine Personenbeschreibungen führen gelegentlich nach Hollywood: von Humphrey Bogart bis zum Colonel aus "Die Brücke am Kwai", der im Auschwitz‑Kapitel auftaucht.

Ebenso nachdenklich macht aber die Aufnahme, die "Auge um Auge" in der deutschen Kritik erfahren hat. Warum wird die Tatsache, daß einzelne Überlebende des Holocaust Vergeltung übten, mit solcher Bestürzung aufgenommen? Schließlich ist das Bedürfnis nach Sühne und Rache für erlittenes Unrecht ein sehr menschliches Phänomen. Und wer sonst hätte je Grund zur Vergeltung gehabt, wenn nicht die jüdischen Überlebenden des Holocaust?

Bei der Rache an den Deutschen, schrieb Walter Dirks schon 1947 in den Frankfurter Heften, handle es sich um "schreckliche Folgen schrecklicher Taten". Anscheinend gerät hier aber die heimliche Vorstellung jener ins Wanken, die sich die jüdischen Opfer des nationalsozialistischen Massenmords, aber auch die Überlebenden, als willenlose, passive Geschöpfe vorstellen wollen.

Auf jeden Fall war es ein waghalsiger Schritt des Piper‑Verlags, Sacks Buch den Untertitel "Opfer des Holocaust als Täter" zu geben. Schließlich gehört zur deutschen Verarbeitungskultur die ebenso unmenschliche wie mystifizierende Forderung alle Juden müßten makellose Heilige sein. Dies freilich ist nur die zynische Logik eines umgedrehten Antisemitismus: so als könne es die deutsche Schuld an Auschwitz in irgendeiner Weise relativieren, wenn auch nur ein Jude die ausschließliche Opferrolle verläßt.

Aber auch die irregeleitete Anständigkeit jener, die Sacks Buch als revisionistische Gefahr verdammen, enthüllt eine fatale Verwandtschaft. Ewiggestrige wie eilfertige Warner scheinen beide anzunehmen, daß eine Relativierung des Holocaust überhaupt möglich sei.

Sacks Buch ist mißglückt. Gefährlich ist es aber sicher nicht. Nach dem überstürzten Rückzug des Piper‑Verlags liegt die Gefahr nun vielmehr darin, daß sich rechte Hetzer des Themas bemächtigen. Der einzige Ausweg aus diesem Verwirrspiel mit guten Absichten wird sein, daß "Auge um Auge" vernünftig lektoriert und dann doch publiziert wird.

Bis der Piper‑Verlag am 30. April die deutschen Rechte am Buch zurückgeben muß, sieht sich Sacks Agent schon einmal nach einem anderen Verlag um. Das prompte Angebot des neokonservativen Hauses Ullstein Langen Müller hat der Autor aber abgelehnt.

"Nachdem bereits die linksliberale Presse behauptet hat, daß meine Botschaft 'Juden gleich Nazis' sei", fürchtet der endlich etwas ernüchterte Sack, "würden das die Rechten wohl erst recht tun, und dann könnten die Deutschen niemals erfahren, wovon mein Buch wirklich handelt." In Polen und Italien soll "Auge um Auge" demnächst erscheinen.        

Quelle: DER SPIEGEL 11 / 1995 / 222 ff ("Zu heiß zum Anfassen" von Dorothea Hauser)

Anmerkung: Zur Rolle des "Literaturpapstes" als Offizier des polnischen Geheimdienstes bei diesen Racheakten in Oberschlesien wird auf den Beitrag "Marcel Reich-Ranicki" auf dieser Homepage verwiesen.

Zu dem deutschen Titel des Buchs von John Sack ist anzumerken, daß die heute allgemein übliche Deutung von "Auge um Auge" im Sinne von Rache nicht einer korrekten Übersetzung der biblischen Quelle entspricht, sondern originär im Sinne einer gefühlsfreien zivilrechtlichen Naturalrestitution für angerichtete Schäden zu verstehen sein soll.

 

Auszüge aus:

„Auge um Auge“ – John Sack - 1995 Ernst Kabel Verlag GmbH, Hamburg – ISBN 3-8225-0339-8 S. 217-221

Ein Wort noch an die Leser, denen sich heute, in den neunziger Jahren, die Grenzen zwischen Dokumentation, Dokumentarspiel und Fiktion vor dem Hintergrund dokumentierter Fakten verwischen. Die Personen in diesem Buch sind real. Die hier dargestellten Ereignisse sind wirklich geschehen. Die Zitate in diesem Buch sind, mit drei unerheblichen Ausnahmen, auf die ich in den Anmerkungen eingehe, nicht „rekonstruiert“, sondern sind das, was die Personen ihrer Erinnerung nach tatsächlich sagten oder, in seltenen Fällen, hätten sagen müssen; und was an Gedanken wiedergegeben wird, ist das, was sie laut eigenem Bekunden dachten oder, in seltenen Fällen hätten denken müssen. Am Ende dieses Buches finden sich Anmerkungen und Quellen... Ich kann nur versichern: Ich werde ein gewissenhafter Berichterstatter sein - Auge um Auge ist wahr.

August 1993 - John Sack

Zitat:

„Als der Sommer kam, strömten die Polen nach Schlesien, und der schlesische Polizeichef, ein jüdischer Oberst, der so klein war, daß er seine drei Sterne nicht nur auf den Schultern, sondern auch auf den Kragenspiegeln trug, um sicherzugehen, daß sein Rang zur Kenntnis genommen wurde, wies seine Leute an, die Deutschen aus ihren Häusern zu vertreiben und in Chaims (Chaim Studniberg, Direktor aller Gefängnisse in Schlesien) überfüllten Lagern unterzubringen...

Am Freitagmorgen, dem 27. Juli 1945 fielen katholische und jüdische Polizisten über Bielitz her, ein Dorf an der Neiße: ein paar hundert Häuser, umgeben von mohngesprenkelten Getreidefeldern, Weizen, Roggen und Gerste. Nach allgemeinem Wissen war keiner der deutschen Bauern ein Nazi gewesen, aber Deutsche waren sie, und zur Stunde X, um sechs Uhr morgens, begannen die Polizisten an die Türen zu hämmern und zu schreien:

‚Wohnen hier Deutsche?’ ‚Ja, ich bin Deutscher.’ ‚Kommt raus.’ Die Bewohner kamen heraus. ‚Steigt auf!’ Mit dem Gewehrkolben trieben die Polen die tausend Männer, Frauen und Kinder von Bielitz, viele barfuß, auf mehrere Lastwagen; die Polen zogen in ihre Häuser ein, die Deutschen wurden abtransportiert....

Wenig später stiegen die Deutschen wieder ab und wurden Chaims neuem Konzentrationslager in dem kleinen Ort Lamsdorf überantwortet. Während des Krieges war hier ein Lager für britische Offiziere gewesen. Chaim hatte es wieder geöffnet und zu seiner Leitung etliche junge Männer mit polnisch klingenden Namen bestellt. Der Kommandant Czeslaw war zwanzig, und als die Deutschen sich in Reih und Glied aufstellten, rief er dem Sohn eines Lehrers zu: ‚Du dort, komm her!’ Der Junge kam, Czeslaw führte ihn in einen Raum, in dem ein Klavier stand, und befahl ihm: ‚Spiel!’ Der Junge setzte sich und spielte ‚Rosamunde’. Czeslaw und seine zehn betrunkenen Aufseher bildeten einen Kreis und begannen Polka zu tanzen wie bei einer Hochzeit, der Tanz wurde wilder und wilder, sie tanzten auf Bänken und auf Tischen, sie sprangen in die Luft und schrien ‚Hej!’ Der Pianist hielt inne, und Czeslaw, nun schweißüberströmt, bestimmte: ‚Du bist jetzt unser Organist.’

Er rief einen pensionierten Postbeamten herein. Der Junge spielte, und Czeslaw und seine Kumpanen schlugen dazu den Takt auf dem siebzigjährigen Deutschen, mit Knüppeln, Peitschen und Fußtritten. Am Ende war der Postbeamte tot....

...In dieser Nacht lagen die Deutschen in ihren Baracken und nähten ein W für "wiêzieñ" und "wiêziarka"  Gefangener/Gefangene, auf ihre Kleider. Am nächsten Tag begann die Mannschaft mit ihrer Beseitigung. Und welch einfallsreiche Methoden sie dabei anwandten!

Czeslaw pflegte Kehlen zu zertrampeln. Einmal befahl er einem Deutschen, auf einen Baum zu klettern und zu rufen: ‚Ich bin ein Affe!’, woraufhin er seinen Revolver zog und den Deutschen erschoß.

Der Stellvertreter erschoß die Deutschen ebenfalls (‚Heut hab' ich vierzehn erschossen!’), manchmal jedoch fiel ihm etwas Neues ein: er fragte einen Deutschen: ‚Weißt du, wie ich heiße!’ – ‚Nein, Herr Vizekommandant.’ – ‚Ignaz!’ rief der Stellvertreter und zog dem Mann den Säbel über den Kopf.

Ein andermal legte er Feuer in einer Baracke und schrie ‚Sabotage!’, und als die deutschen Frauen Sand zusammenscharrten, mit ihren Röcken in die Baracke trugen und auf die wild lodernden Flammen warfen, stieß er die schreienden Frauen ins Feuer.

Einer der Aufseher kam auf die Idee, einen Deutschen an seinem Bart in einen Schraubstock einzuspannen; nachdem er ihn gut befestigt hatte, zündete er den Mann an.

Jeden Tag erhielt Czes³aw eine Liste mit den Namen der Ermordeten, und jeden Tag fragte er: ‚Warum so wenig?’ Nach einer Weile waren fast alle Bielitzer tot, aber aus dem Osten trafen immer mehr Züge voller Polen ein. Sie brauchten Platz, und die Polizei mußte Arnsdorf, Bauerndorf sowie drei Dutzend weitere Dörfer räumen und ihre Bewohner in Czes³aws Lager schicken.

Am schlimmsten traf es die Frauen aus Grüben. Im Krieg hatte die SS in einer großen Wiese bei Lamsdorf Polen begraben, fünfhundert Leichen; Czeslaw indes hatte gehört, es seien neunzigtausend gewesen. Er befahl den Grübener Frauen, sie auszugraben. Die Frauen gruben und übergaben sich, als die Leichen, schwarz wie der Inhalt einer Kloake, zum Vorschein kamen, die Gesichter verwest, das Fleisch zähflüssig wie Leim. Die Aufseher - die sich schon des öfteren als Psychopathen erwiesen hatten, zum Beispiel wenn sie eine Frau zwangen, Urin und Blut zu trinken und menschliche Scheiße zu fressen, wenn sie einer Frau einen ölgetränkten Fünfmarkschein in die Vagina steckten und anzündeten -, diese Aufseher befahlen den Grübener Frauen: ‚Legt euch zu ihnen!’ Die Frauen gehorchten. Nun riefen die Aufseher: ’Umarmt sie! Küßt sie! Liebt sie!’, und stießen sie mit dem Gewehrkolben gegen den Hinterkopf, bis sie mit Augen, Nase und Mund tief im Schleim der verrottenden Leichen steckten. Wenn eine Frau die Lippen zusammenpreßte, konnte sie nicht schreien; tat sie es nicht, sondern schrie, geriet ihr Unsägliches in den Mund. Würgend und spuckend standen die Frauen endlich wieder auf, vom Kinn, den Händen, den Kleidern troff in Fäden die verfaulte Materie, die Feuchte drang durch den Stoff ihrer Kleider bis auf die Haut, und der Gestank hüllte sie ein wie Nebel.

So gingen sie zurück nach Lamsdorf. Es gab dort keine Duschen, und die Leichen waren offensichtlich alle am Typhus gestorben. Binnen kurzem waren vierundsechzig Frauen aus Grüben tot.

Dies alles war Chaim bekannt: er inspizierte mehrere Male das Lager Lamsdorf, und in seinem Büro in Kattowitz hatte er etliche Unterredungen mit Czes³aw...

Chaim ließ sich anschließend nach Hause fahren, während Czeslaw den jüdischen Club aufsuchte, zwei Räume im ersten Stock eines Hauses in der Rüppelstraße... In diesem Club ließ Czes³aw sich nieder und schilderte die verschiedenen Todesarten, die er sich diese Woche für die Deutschen hatte einfallen lassen. ‚Sie haben dasselbe mit uns getan’, verkündete er, oft zu Unrecht, ‚und ich hab’s ihnen heimgezahlt.’ ...Sie hätten keine Träne vergossen, wenn jeder Bauer in Lamsdorf umgekommen wäre; tatsächlich aber gelang es knapp zwanzig Prozent der dort inhaftierten Deutschen - 1576 von den 8064 Männern, Frauen, Buben, Mädchen und Babys -, irgendwie zu überleben.“

Zitat Ende.
S. 242 Zitat:
„1965, erfuhr ich, hatte eine Gruppe von Deutschen sich an die polnischen Behörden gewandt und versucht, Czes³aw wegen Massenmordes vor Gericht zu bringen, doch die Polen erwiderten, Czes³aw, ein Polizeimajor in Katowice, habe nie irgend jemanden ermordet. Er war wohl in der Stadt, aber er hielt sich bedeckt. Ich erfuhr außerdem, daß niemand in Polen, weder Juden noch Katholiken, wegen Verbrechen gegen die Deutschen je vor Gericht gestellt wurde;...“

Zitat aus dem Vorwort:

„...Die Mutter meiner Mutter stammte aus Krakau, fünfundvierzig Kilometer von Auschwitz entfernt... ...Ich war nach Auschwitz und in diesen Teil Polens gefahren, um für dieses Buch zu recherchieren. Ich hatte von einer jungen Jüdin gehört, Lola, die nach eineinhalb Häftlingsjahren in Auschwitz den Spieß umgedreht hatte: sie war Kommandantin eines großen Gefangenenlagers für Deutsche geworden, in Gleiwitz...“


Zitat Seite 150-152:

„...Ihren jüdischen und nichtjüdischen Wächtern befahl sie keineswegs: „Nehmt sie euch vor!“ Sie (Lola) bestand nur, nicht auf der Einhaltung der Regel, der zu Folge die Gefangenen nicht nach Lust und Laune bestraft werden durften.

Sie griff nicht ein, wenn ihre Wächter sich betranken, die Zellen aufschlossen und Deutsche herauszerrten, Decken über sie warfen, damit der Anblick von Striemen die polnischen Gerichte nicht in Verlegenheit brächte, wenn sie „Schweine!“ schrieen und zuschlugen. Die Juden in Auschwitz waren nicht vergewaltigt worden - dafür konnte ein SS-Mann gehängt werden -, in Gleiwitz jedoch riß ein Inquisitor einer Deutschen die Kleider vom Leib, zog sie auf seinen Schoß und sagte: „Los, zeig, was du kannst. Ich hab' einen Persianer für dich.“

Auf derlei Berichte reagierte Lola nicht. Die Schreie der Deutschen schienen, zumindest zeitweilig, zur Gefängnisatmosphäre zu gehören. Lola griff nicht ein. Und wenn je eine innere Stimme den Wächtern zuflüsterte: Du weißt nicht, ob er schuldig ist, so bestätigte ihnen allein schon der Anblick blonder Haare und blauer Augen oder die Sprache der Deutschen, daß sie Hitlers Schergen sein mußten.

Eines Tages tauchte ein Deutscher in pechschwarzen Hosen, der Farbe der SS, in Lolas Gefängnis auf. Ein Pole hatte ihn in der Nähe des Markplatzes entdeckt und gerufen: „Faschist! Du trägst Schwarz!“, woraufhin der Deutsche davongerannt war, doch der Pole hatte ihn einerhalb Kilometer, bis zur Peter- und-Pauls- Kirche, verfolgt. Vor einem Goldmosaik stellte er ihn, schlug ihn, trat ihn und schleppte ihn in Lolas Gefängnis. Mehrere Wächterinnen beschlagnahmten das belastende Beweismaterial, die schwarze Hose: so gewalttätig rissen sie ihm das Kleidungsstück vom Leib, daß er von der Prozedur einen Sehnenriß davontrug. Der Mann schrie, doch die Frauen befahlen ihm zu schweigen. Sie erkannten nicht, daß die Hose zu einer Pfadfinderuniform gehörte - und der „Mann“ vierzehn Jahre alt war.

Sie beschlossen, ihn zu foltern. Mittlerweile unterhielt das Amt für Staatssicherheit 227 Gefängnisse für Deutsche, und jedes hatte seine eigenen, charakteristischen Methoden, sich für die Vergangenheit zu rächen. In Breslau wurden Stöcke benutzt, in Frankenstein hingegen zog man es vor, den Internierten Holzspäne unter die Fingernägel zu treiben. In Wünschelburg pflegten die Vernehmer einen Gefangenen auszupeitschen und ihm mit den Worten: „Du wirst nicht einfach sterben! Du wirst krepieren!“ Kaffee in die Wunden zu schütten. Im Gefängnis von Myslowitz, wo achthundert Menschen inhaftiert waren,... ...kippten die Wächter einem Deutschen Exkremente über den Kopf und befahlen ihm: „Heb diese Scheiße auf!“ Er tat es, und sie schütteten ihm den Kot erneut über den Kopf. In Glatz spielten die Wächter Akkordeon, um die Schreie zu übertönen, während andere den Deutschen die Zähne ausschlugen...

Die Wächterinnen in Gleiwitz zogen Feuer vor. Sie hielten den deutschen Jungen fest und drückten ihre Zigaretten auf ihm aus, mit Benzin setzten sie seine schwarzen Locken in Brand. Draußen, vor dein Gefängnis, versuchte der Pfarrer der Peter-und-Pauls-Kirche vergeblich, bei Lola Gehör zu finden – er wollte ihr erklären, daß der Junge erst vierzehn sei. Als sie ihn endlich freiließen, schleppte er sich nach Hause, fiel ins Bett und konnte nicht mehr aufhören zu schreien: „Bitte nicht!“ die Arme schützend um den Kopf gelegt wie ein Boxer in den Seilen. Seine Kopfhaut sah aus wie ein mottenzerfressener Teppich, und als er sich nach einiger Zeit soweit erholt hatte, daß er das Haus verlassen konnte, umringten ihn die anderen Jungen aus seiner Pfadfindergruppe wie Autogrammjäger und bedrängten ihn mit Fragen.... Der Junge wurde schließlich in eine Anstalt für Geisteskranke eingeliefert. Er kam nie wieder heraus.

Zitat Ende

JOHN SACK schreibt über die Zahlen der nach Ende des Krieges allein von Polen umgebrachten Deutschen:

...Den Polen „...fielen mehr deutsche Zivilisten zum Opfer als den Bomben auf Dresden, mindestens so viele, wie Japaner in Hiroshima umkamen, Amerikaner in Pearl Harbor, Briten in der Schlacht um England oder Juden selbst bei allen Pogromen in Polen. Das erfuhr ich jetzt, und ich war entsetzt...“

...Die Zahl der polnischen Gefängnisse und Konzentrationslager nach dem Zweiten Weltkrieg wird allein in Schlesien (!) von John SACK (S. 298) auf 20 bis 30 geschätzt, und zwar in Bedzin, Beuthen, Bielitz, Bielsko-Biala, Breslau, Tschenstochau, Gleiwitz, Hindenburg, Jastrzebie, Kattowitz, Königshütte, Lamsdorf (das besonders berüchtigt war, da hier von 8064 Inhaftierten - darunter 828 Kinder - 6488 zu Tode kamen. S. 335), Nikolai, Mvslowitz, Neiße, Oppeln, Lassowitz bei Ternowitz, Potolice, Schwientochlowitz (Schätzung bis zu 4000 Tote), Sosnowiec (dort gab es drei Gefängnisse), Tarnowitz und Zawiercie.

In den polnischen Lagern und Gefängnissen des polnischen Staatlichen Sicherheitsdienstes waren vermutlich mehr als 200000 Deutsche inhaftiert, von denen 20 bis 50% starben.

Nach Schätzung des John SACK sind damit 60 000 bis 80 000 Menschen umgekommen, »die Zahl kann in Wahrheit durchaus höher sein, denn in manchen Lagern starben 80 % der Insassen“ (S. 329).

„Von den übrigen 120 000-140 000 wurden 1000, ungefähr 0,8 % wegen >Kriegsverbrechen< verurteilt; ungefähr 99,2% waren vermutlich unschuldig.“ (S. 338)

SACK weiter (S. 341): „Als 1945 die Russen einmarschierten, betrug die Zahl der in Polen lebenden Deutschen 1.293 000, in Danzig waren es 373 000 und im polnisch verwalteten Teil Deutschlands [gemeint sind die ostdeutschen Provinzen] 8.182000, insgesamt also 9.848 000 Menschen...

Ich habe ausgerechnet (S. 343), daß von den Deutschen, die in Polen und in dem nach dem Krieg polnisch verwalteten Teil Deutschlands lebten, bis 1950 ungefähr 1.467 000 nicht mehr am Leben waren.

Nach Angaben des Deutschen Bundesamtes für Statistik beträgt die Zahl der aus Polen stammenden Deutschen, die bis dahin gestorben waren, 185 000, die Zahl der Deutschen aus Danzig 83.000 und die Zahl der Deutschen aus dem ehemals deutschen Gebiet östlich der Oder-Neiße-Linie 1.338 700;

das sind insgesamt 1.606.900 Menschen.

Der nördliche Teil von Ostpreußen fiel jedoch an Rußland, deshalb habe ich die 139 200 Menschen, die (anteilsmäßig berechnet nach der Bevölkerungszahl im Jahre 1939) dort vermutlich umgekommen sind, abgezogen. Auch der Osten Polens wurde russisch, aber dort gab es bis zu diesem Zeitpunkt praktisch keine Deutschen mehr; ich habe also nichts abgezogen. Daraus ergibt sich die Zahl von 1.467 700.

Andere Quellen schätzen die Zahl höher: das Bundesvertriebenenministerium geht von 18 % mehr aus, und auf einem Schlesiertreffen im Juni 1961 in Hannover nannte Konrad ADENAUER gar eine Zahl, die um 48% höher lag.

Stanislaw SCHJMITZEK von der polnischen Presseagentur behauptete 1966, es sei kein einziger Deutscher umgekommen.“

Interviews

Nahezu alle Interviews wurden auf Tonband aufgenommen. Diese Aufnahmen, mehr als dreihundert Stunden, werden zu einem späteren Zeitpunkt der John Sack Collection an der Universität Boston übergeben und sind dann dort zugänglich.

VVV

 

Salomon Morel

In Zgoda-Schwientochlowitz sind nach Schätzungen über 2.500 - 4.000 Häftlinge gestorben, viele davon wurden zu Tode gequält.[1] Die Aufseher kamen auf die teuflische Idee, Väter von ihren Söhnen schlagen zu lassen und Söhne von ihren Vätern. Anschließend mussten sich die Gedemütigten beim Aufseher mit dem Satz: "Ich danke Ihnen" bedanken.
Die Häftlinge wurden mit Peitschen und Hockern geschlagen. Man ließ auch eine „Pyramide” bauen, das bedeutet, einer musste sich auf den Bauch hinlegen, auf ihn ein weiterer und so bis zu 20 Leuten, so das dem unten liegendem die Haut platzte und die Eingeweide herausquollen.
John Sack beschrieb das in seinem Buch „Auge um Auge”[2]: »Großer!« rief Schlomo[3] einem großen blonden Mann zu. »Leg dich hierher!« Dann, an einen anderen gewandt: »Großer! Leg dich neben ihn!« Und zu einem Dritten: »Großer! Leg dich neben den da!« Als die drei in einer Reihe nebeneinander lagen, rief Schlomo: »Du! Legt dich auf die drei, quer! Nein!« schrie er und schlug ihn. »Quer hab ich gesagt! Jetzt du«, fuhr er fort und stapelte die Männer übereinander, drei quer, drei längs und so weiter, bis er einen menschlichen Würfel gebaut hatte, so hoch, dass er die Oberkante mit ausgestreckten Arm gerade noch erreichte. »Gut!« sagte Schlomo, und seine Gäste begannen die Knüppel zu schwingen, schlugen auf den Würfel ein, als wären sie Jäger vor einer Herde kanadischer Robben. Die Baracke hallte wider vom Ächzen der Gäste und dem dumpfen Aufprall hölzerner Knüppel auf Knochen. In der oberen Schichten schrieen die Deutschen: »Nein! Bitte! Bitte nicht!«, aus der Mitte drang Stöhnen, in den unteren Schichten war es still, denn das Gewicht von zwei Dutzend Menschen trieb den unten Liegenden die Gedärme aus dem Leib, sie lagen im Sterben.

In anderen Nächten griffen Schlomo und seine Wachen wieder selbst zum Knüppel und fragten die deutschen: »Wie viele Schläge!« - »Ich möchte zwanzig.« - »Aber mit dem größten Vergnügen!« Und wenn sie damit fertig waren, hieß es: »Noch einen! Du hast nicht danke gesagt!«. So trieben sie es jede Nacht im Mai, im Juni und im Juli.

Jeden Morgen wurden die Toten in die Leichenhalle gekarrt, die zerbrochenen Stühle erhielt der Tischler, der Leimstäbe erhitzte und vor sich hinmurmelte: »Jesus, Maria und Josef! Noch mehr Stühle!« Die Namen der Toten aber bekam Schlomo. Er hakte die Namen auf seiner Liste ab - manchmal waren es zwanzig aus der braunen Baracke und weitere zwanzig aus den übrigen - und schickte anschließend den Witwen eine »Mitteilung« Am ...Juli 1945 starb der Gefangene... an Herzversagen.”

Vom Lager ist nur noch das Eingangstor erhalten, an dem eine Tafel an die damaligen Zeiten erinnert. Das gesamte Gelände wurde in Schrebergärten umgewandelt. Es ist nur noch ein kleiner Appellplatz vorhanden, den eine Gruppe von damaligen Häftlingen kaufen wollte, um hier eine Gedenkstätte zu errichten. Der Bürgermeister der Stadt war nicht abgeneigt. Doch es bildete sich eine Opposition gegen eine Gedenkstätte und man nahm die Zusage zurück. Inzwischen hat die Stadt Schwientochlowitz eine Zusage gemacht, eine Gedenkstätte zu bauen. Es existieren Pläne dazu.

Die Leichen des Lagers wurden auf einem Friedhof und außerhalb davon verscharrt. Bei einem Teil weiß man nicht wo sie vergraben wurden, deshalb hat man für alle am Friedhof ein Denkmal errichtet, wo die Familien der hier Gestorbenen beten können. Nach Zeugen aussagen haben einige Pfarrer abgelehnt das Denkmal einzuweihen. Einer hat angeblich abwertend gesagt: "Es geht ja nur um Deutsche." Auch er lehnte das Ansinnen ab. Am Ende hat man einen jungen Pfarrer aus einem Caritasheim überreden können und er weihte das Denkmal ein.

Beim anschließenden Gottesdienst in polnischer Sprache, obwohl die meisten Teilnehmer Deutsche und der Sprache nicht mächtig waren, und in Polen schon seit 6 Jahren in den oberschlesischen Kirchen deutsche Gottesdienste gefeiert wurden. In der Kapelle des Caritasheimes hielt ein anderer Pfarrer die Predigt in polnisch, in der er auch über den Schriftsteller Gustaw Morcinek sprach, der in Auschwitz bei den Deutschen inhaftiert war. Morcinek hat im Jahre 1953 den Antrag in polnischem Sejm gestellt die Stadt Kattowitz auf Stalinogrod umzunennen. Ein Teil der Anwesenden war mit der Predigt unzufrieden. Einigen, die an der Feier teilgenommen hatten, zerstach man die Reifen ihrer unweit des Friedhofs stehenden PKW´s.[4]

Im Jahre 2002 hat ein Pfarrer bei der Predigt die Nachkriegszeiten angesprochen, und er sprach klare Worte: „Während des Nürnberger Tribunal tagte, existierten in Schlesien bereits seit März 1945 Arbeitslager, die man auch als Konzentrationslager bezeichnen kann. Dorthin brachte man Einheimische, insbesondere deutsche Oberschlesier. Aus welchem Grund? Letztlich um Völkermord zu begehen. In den Nürnberger Prozessen wurden die Verbrecher mit ihren Namen bekannt und nach ihrer individuellen Schuld verurteilt. Die Personen, die Völkermord an der Bevölkerung Oberschlesiens begangen haben, hat bis her niemand gerichtet. Sie wurden seitens der politischen Gremien auch nicht als Verbrecher gegen die Menschlichkeit angesehen. Warum nicht? Weil die Lager in Oberschlesien bis vor kurzem totgeschwiegen wurden und die dort begangenen Verbrechen nicht als Verbrechen und denen, die Verbrechen in polnischen Lagern begangen haben? Im wesentlichen ist der erste Unterschied der, dass die einen Millionen Menschen ermordet haben, die anderen „nur“ Tausende, und der zweite Unterschied, dass die einen zu den Besiegten, die anderen zu den Siegern gehörten. Und Sieger werden nur einmal nicht gerichtet.

In dem Jahren nach dem Zweiten Weltkrieg musste das deutsche Volk die bittere Wahrheit über Kriegsverbrechen der Nationalsozialisten erkennen. Im Namen der Wahrheit sollten aber auch andere Völker die Realität von Verbrechen der Nationalsozialisten eigener Landsleute zur Kenntnis nehmen. Genau so wenig, wie die Mehrheit des deutschen Volkes etwas von den Verbrechen der Nationalsozialisten wusste, genau so wenig hatte das polnische Volk ein Wissen von den Ereignissen in den Lagern für deutsche Schlesier 1945 und danach. Und das dürfte zumeist auch weiterhin der Fall sein.

Der Mensch, der die Wahrheit kennt und sie annimmt, wird demütiger und auch gerechter im Urteilen. Nach meiner Meinung könnte die Wahrheit über die Verbrechen an der oberschlesischen Bevölkerung leichter angenommen werden, wenn man einen Augenblick lang nicht von den Deutschen und den Polen sprechen würde, sondern davon, was Menschen mit Verfolgungen und Morden Menschen angetan haben. Wenn man beim Streben nach Wahrheit manchmal den Begriff „Volk“ durch das Wort „Mensch“ ersetze, würde es leichter fallen, das Böse überall als böse zu benennen.

Die Annahme der Wahrheit über begangene Verbrechen ist die unumgängliche Bedingung für Vergebung und Versöhnung. Vergeben kann man nur dem, der seine Schuld erkannt hat. Ich bin überzeugt, dass nach den vielen Jahren, die seit den damaligen Ereignissen vergangen sind, das Vergeben jetzt leichter geworden ist, obwohl viele unter uns ihre nächsten Angehörigen in Jaworzno, in Myslowitz oder hier in benachbarten Schwientochlowitz/Zgoda verloren haben.

Doch Vergeben bedeutet nicht zwangsläufig Vergessen. Ganz im Gegenteil. Die Ereignisse und die mit dem Blut einheimischer Menschen gezeichneten oberschlesischen Lager dürfen nicht in Vergessenheit geraten. Durch dieses Nichtvergessen soll das Bewusstsein dafür gestärkt werden, dass es überall dort, wo man Gott aus der Gesellschaft und aus dem menschlichen Gewissen verdrängt, zu schlimmen Grausamkeiten kommt. Das war im Deutschland der Hitlerzeit so, und das war im Polen der Nachkriegszeit so. Gottlose Menschen sind immer auch gewissenlose Menschen.“[5]

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[1] B. Linek., Obóz „Zgoda” w Swiêtoch³owicach, Kattowitz 2002, erarbeitete eine Zusammenstellung nach Kreisen, wo die Häftlinge wohnten, und kam auf 1462 Toten, aber auf dem Amt in Schwientochlowitz wurden 1.800 Sterbeurkunden mit der Unterschrift von Morel ausgestellt; Im Buch Obozowe dzieje Œwiêtoch³owic Kattowitz 2002, wurde eine Liste von 1695 Toten erstellt. Es wird weiter geforscht.

[2] J. Sack, Auge um Auge, Kabel Verl. Hamburg 2003, S. 180

[3] Schlomo = Salamon Morel

[4] Nach Aussagen von Zeugen und nach Sichtung eines Videobandes das während der Einweihung des Denkmals aufgenommen wurde.

[5] Teil der Predigt vom 17. Juni 2002 aus der St. Pauluskirche zu Ruda von Pfarrer Jozef Kara, Ostropa. Aus den polnischen übersetzt vom Dr. Gerhard-Paul Fabian

 

Lista osób
o zmienionych nazwiskach

 (Pseudonyme)

 

  1. Jerzy Albrecht

 Finkelstein

  2. Amsterdamski

 Saul Henrykowski

  3. Stanis³aw Arski

 Apfelbaum

  4. Stefan Arski

 Artur Salman

  5. Bronis³aw Baczko

 Gideon

  6. Leszek Balcerowicz

 Aaron Bucholtz

  7. Ryszard Bender

 Fajwisch Berenstein

  8. Jan Krzysztof Bielecki

 Izaak Blumenfeld

  9. Boles³aw Bierut

 Rotenschwanz (morderca Narodu Polskiego)

10. Alef Bolkowiak

 Alef Gutman

11. Micha³ Boni

 Jakub Bauer

12. Jerzy Borejsza

 Beniamin Goldberg

13. Wiktor Borowicki

 Aaron Berman

14. Marek Borowski

 Szymon Berman (syn zbrodniarza)

15. Stefan Bratkowski

 Blumstejn

16. Stanis³aw Brodzki

 Bronstejn

17. Jan Brzechwa

 Jan Worobiec

18. Ryszard Bugaj

 Izaak Blumfeld

19. Zbigniew Bujak

 lewy syn rabina Ma³achowskiego

20. August Che³kowski

 Dawid Cnajbaum

21. red. Kamila Chiliñska

 Halpern

22. Wies³aw Chrzanowski

 Szymon Knopfstejn

23. Adam Cichocki

 Aaron Zigenbaum

24. W³odzimierz Cimoszewicz

 Dawid Goldstein (syn zbrodniarza)

25. Bernard Cukier

 Kolski

26. Józef Cyrankiewicz

 Izaak Cymerman (oprawca PRLu)

27. Marek Czekalski (prezydent £odzi)

 Wachter

28. Tadeusz Daniszewski

 Dawid Kirschbaum

29. Ostap D³uski

 Adolf Langer

30. Jan Dobraczyñski (pisarz)

 Gutmacher

31. Ludwik Dorn

 Dornbaum

32. Andrzej Drzycimski

 Abraham Engel

33. Lech Falandysz

 Aaron Fleischman

34. Arkady Fidler

 Efroim Trusker

35. Pawel Finder

 Pinkus

36. Aleksander Ford

 Liwczyc

37. W³adys³aw Frasyniuk

 Rotenschwanz

38. Jerzy Frydberg

 Izrael Frydberg

39. Bronis³aw Geremek

 Berele Lewartow

40. Zofia Gomu³kowa

 Liwa Szoken

41. Henryk Goryszewski

 Jakub Glikman

42. Jan Górecki

 Muhlrad, dyr. gen. Min. Finansów

43. Wiktor Górecki

 Muhlrad,"komandos" z 1968

44. Maria Górowska (sêdzia)

 Sand lub Berger

45. Halina Górska

 Sara Kugelschwanz

46. Alina Grabowska

 Sara Rotenfisch

47. Hanna Gronkiewicz=Waltz

 Hajka Grundbaum

48. Ryszard Marek Groñski

 Goldberger

49. Wiktor Grosz

 Izaak Medres

50. Jacek Groszkowski

 Hersz Herszkowicz

51. Leon Halban

 Blumenstok, prof. KUL=u

52. Aleksander Hall

 Miron Hurman

53. Marian Hemar

 jan Marian Herscheles

54. Józefa Hennelowa

 Zyta Goldmond

55. Szymon Hirszowski

 Szymon Hirsz

56. Józef Hubner

 Dawid Szwarc

57. Piotr Ikonowicz

 Dawid Goldsmith

58. Henryk Jab³oñski

 Apfelbaum

59. Jerzy Jakubowski

 Miszkatenblit

60. Ludwika Jankowska

 Luba Kowieñska

61. Andrzej Jaroszewicz

 Aron Samet

62. Piotr Jasienica

 Lech Benar

63. Jerzy Jaskiernia

 Aaron Aksman

64. Mieczys³aw Jastrun

 Agatstein

65. Tomasz Jastrun s. Mieczys³awa

 Agatstein

66. Kalina Jêdrusik

 Makusfeld

67. Roman Juryœ

 Chaim Szacht

68. Jaros³aw i Lech Kaczyñscy

 Kalkstein

69. Ida Kamiñska

 Rachel, dyr. Teatru ¯yd. w W=wie

70. Jan Karski (kurier AK)

 J. Kozielewski?

71. Andrzej Kern

 Dawid Ginsberg

72. Jan Kobuszewski

 Weisleder

73. Leszek Kolakowski

 nn (komunista, marksista, stalinista)

74. adm. Piotr Ko³odziejczyk

 Robert Cajmer

75. Grzegorz Ko³odko

 Samuel Hanerman

76. Maria Komar (genera³owa)

 Riwa Zukerman

77. Janusz Korczak

 Henryk Goldszmit

78. Janusz Korwin=Mikke

 Ozjasz Goldberg

79. Jerzy Kosiñski

 Josek Lewinkopf

80. Janina Kotarbiñska

 Dina Steinberg, ¿. prof. Kotarbiñskiego

81. Miko³aj Kozakiewicz

 Jakub Kleinman

82. Helena Koz³owska

 Bela Frisch

83. Stanis³aw Krajewski

 Abel Kaimer

84. Hanna Krall

 Hajka Rejchgold

85. Krzysztof Król

 Aaron Rosenbaum

86. Marian Krzaklewski

 Dawid Zimmerman

87. Lucyna Krzemieniecka

 Wiera Zeidenberg

88. Edward Krzemieñ (dziennikarz GW)

 Wolf

89. Kunicki

 Goldfinger

90. Kazimierz Kuratowski

 Kuratow

91. Zofia Kuratowska=Jaszuñska

 Goldman

92. Jacek Kuroñ

 Icek Kordblum (polonofob, szuja)

93. Aleksander Kwaœniewski

 Izaak Stoltzman (syn zbrodniarza)

94. Jolanta Kwaœniewska

 Konty,  Kohn

95. Stanis³aw Jerzy Lec

 Letz de Tusch

96. Janusz Lewandowski

 Aaron Langman

97. Olga Lipiñska

 Fajga Lippman

98. Teresa Liszcz

 Sara Lankamer

99. Jan Lityñski

 Jakub Leman

100. Lubiejski

 Zygielman

101. £ozowski

 Salomon Abramowicz

102. Aleksander £uczak

 Dawid Lachman

103. Helena £uczywo

 Chaber (ojciec), Guter (matka)

104. Antoni Macierewicz

 Izaak Singer

105. Aleksander Ma³achowski

 Jakub Goldsmith (polonofob)

106. Marek Markiewicz

 Samuel Moritz

107. Tadeusz Mazowiecki

 Icek Dikman

108. Jacek Merkel

 Samuel Nelken

109. Adam Michnik

 Aaron Szechter (polonofob, syn zbrodniarza)

110. Andrzej Milczanowski

 Aaron Edelman

111. Jerzy Milewski

 Dawid Machonbaum

112. Leszek Moczulski

 Robert Berman

113. Karol Modzelewski

 Samuel Mendel

114. Zygmunt Modzelewski

 Fischer

115. Jerzy Morawski

 Izaak Szloma

116. Stanis³aw Nadzin

 Gutman

117. Stefan Niesio³owski

 Aaron Nusselbaum

118. Jerzy Robert Nowak (prof.)

 Moritz Neuman

119. Piotr Nowina=Konopka

 Haim Kromer

120. Ró¿a Ochabowa

 Grunbaum

121. Andrzej Olechowski

 Mosze Brandwein

122. Józef Oleksy

 Szymon Buchwio (£emek)

123. Jan Olszewski

 Izaak Oksner

124. Janusz Onyszkiewicz

 Jojne Grynberg

125. Jerzy Osiatyñski

 Szymon Weinbach

126. Janina Paradowska

 Rachela Busch

127. Jan Parys

 Haim Pufahl

128. Aleksander Paszyñski

 Finkelstein

129. Miros³awa Pa¿yñska

 Srula Kundelman

130. Les³aw Podkañski

 Izaak Freinkel

131. Ezdra Podlaski

 Rotenschwanz

132. Kazimierz Pomian

 Furman lub Rotenschwanz

133. Radkiewiczowa, ¿ona min.

 Ruta Teitsch

134. Helena Radliñska, prof.

 Rajchman,Akad.Organ.S³.Spo³.

135. Mieczys³aw Rakowski

 Moj¿esz Rak

136. Jan Regu³a

 Josek Mützenmacher

137. Jan Maria Rokita

 Izaak Goldwicht

138. Andrzej Rosiewicz

 A. Jarosiewicz

139. Adolf Rudnicki (pisarz)

 Schneider

140. Jan Rulewski

 Fikelman

141. Rutkowski

 Botwin

142. Hanka Sawicka

 Szapiro

143. Ryszard Setnik

 Szymon Bauman

144. Izabela Sierakowska

 Rebeka Sommer

145. Janusz Sityñski

 Jakub Leman

146. Ernest Skalski

 Wilker lub Nimen

147. Skrzeszewski

 Fokenman

148. Krzysztof Skubiszewski

 Szymon Schimel

149. W³adys³aw S³awny

 Rosenberg

150. Antoni S³onimski

 Stomma

151. Zenon Smolarek

 Izaak Zimmerman

152. Ewa Spychalska

 Salome Stein

153. Marian Starownik

 Symeon Steinman

154. Stefan Starzewski

 Gustaw Szusterman

155. Stanis³aw Stomma

 Szaja Sommer

156. Micha³ Str¹k

 Baruch Steinberg

157. Julian Stryjkowski (pisarz)

 Pesah Stark

158. Jerzy Stuhr (aktor)

 Josek Feingold

159. Hanna Suchocka

 Hajka Silberstein

160. Boles³aw Sulik

 Jakub Steinberg

161. Kalman Sultanik

 Chaim Studniberg

162. Irena Szewiñska (sportowiec)

 I. Kirszenstein

163. Stefan Szwedowicz

 Szechter (UB morderca, brat A.Michnika)

164. Roman Szyd³owski

 Szancer

165. Wies³awa Szymborska

 Rottermund

166. Pawe³ Œpiewak

 Stinger

167. Boles³aw Tejkowski

 Benio Tejkower

168. Jerzy Turowicz

 Jakow Turnau (polonofob)

169. Stanis³aw Tuszewski

 Salomon Hardnik

170. Magda Umer (piosenkarka)

 Humer (córka zbrodniarza UB)

171. Jerzy Urban

 Josek Urbach (profan, polonofob,infamisa)

172. Mieczys³aw Wachowski

 Jakub Windman

173. Henryk Walczak

 Zukerman

174. Lech Wa³êsa

 Lejba Kohne (na podst. informacji kr¹¿¹cej podczas wyborów)

175. Dawid Warszawski

 Konstanty Gebert

176. Adam Wa¿yk (poeta)

 Wagman

177. Andrzej Werblan

 Aaron Werblicht

178. Andrzej Wieczorkiewicz

 Hirsz Gelpern

179. Aleksander Wirpsza

 Leszek Szaruga

180. Dariusz Wójcik

 Dawid Wisental

181. Andrzej Wróblewski

 Andrzej Ibislauer

182. Ludmi³a Wujec

 Okrent

183. Jan Wyka

 Leopold Wessman

184. Roman Zambrowski

 Rubin Nusbaum

185. Janusz Zaorski

 Jakub Bauman

186. Andrzej Zoll

 Rojeschwanz, b. prezes Tryb. Konst.

187. Janusz Zió³kowski

 Izaak Zemler



 

Wojskowi
(odnosnie wypowiedzi pana pulkownikaChwastka)

 Militär

 

188. gen. Edward Braniewski

 Brandsteter

189. gen. Jan Drzewiecki

 Holzer

190. gen. Marian Graniewski

 Gutaker

191. gen. Wiktor Grosz

 Izaak Medres

192. gen. Artur Jastrzêbski

 Artur Ritter (Niemiec)

193. gen. Grzegorz Korczyñski

 Kalinowski

194. gen. Leszek Krzemieñ

 Maksymilian Wolf

195. gen. Matejewski

 Kugelschwanz

196. gen. Marian Naszkowski

 Wasser

197. gen. St. Pop³awski

 Siergiej Grochow (Rosjanin)

198. gen. Karol Œwierczewski

 Walter Goltz lub Tenenbaum

199. gen. Leon Turski

 Tennenbaum

200. gen. Mieczys³aw W¹growski

 Izaak Pustelman

201. gen. Tadeusz Wilecki

 Wa³³ach

202. gen. Zarako=Zarakowski

 Zarako, Nacz. Prok. WP

203. gen. Janusz Zarzycki

 Neugebauer

204. p³k Micha³ Bron

 Bronstein, prac. MSZ

205. p³k dr Charbicz

 Marek Heberman, kom. Szpit. Woj.,Wa=wa

206. p³k Otto Fiñski

 Finkenstein, szef sztabu "S³u¿ba Polsce"

207. p³k Garbowski

 Caber lub Gruber, d:ca dyw.

208. p³k Gradlewski

 Goldberg, GZP WP

209. p³k Mieczys³aw Kowalski

 Kohn

210. p³k Anatol Liniewski

 Liberman, prac. ASG

211. p³k Rosiñski

 Rosenberg, DOW

212. p³k Rotowski

 Rotholtz, szef Zarz. S³. Techn. WP

213. p³k St. Soko³owski

 Szabat, prac. WAP

214. p³k Pawe³ Solski

 Pinkus, szef S³. Samoch. WP

215. p³k Szulczyñski

 Szulcynger, d:ca pu³ku

216. p³k W³. Tykociñski

 Tikotiner, attache wojsk.

217. p³k Wadlewski

 Waldman, dyr. Dep. Wojsk. w Min. Zdrowia

218. p³k ¯arski

 Silberstein, prac. WAP

219. pp³k Jerzy Bryn

 Izrael Alter, prac. MSZ

220. pp³k Jan Dolanowski

 Dollinger, DOW

221. pp³k Adam £aski

 Gutbrot, prac. ASG

222. pp³k Henryk Zieman

 Zysman, DOW

223. mjr Roman Domanski

 Rosenstand, DOW

224. mjr Marcel Kot

 Abram Sterenzys

225. mjr Józef Œliwiñski

 Flaumenbaum,szef Wyd."S³u¿ba Polsce"

226. mjr Henryk Umiñski

 Keff

227. Filip Berski

 Badner, prokurator wojskowy

228. Kazimierz Golczewski

 Bauman, Nacz. Prok. Wojsk.

229. sêdzia Franciszek Kapczuk

 Natanel Frau, S¹d Wojsk.Wrclw

230. Maksymilian Litiñski

 Lifszyc, Nacz. Prok. Wojsk.

231. Lubiejski

 Zygielman, II Zarz¹d

232. Jakub Lubowski

 Chase Smen, prok. Dep. S³. Spraw.

233. Jan Orliñski

 Unterweiser, Prok. Wojsk.

234. Henryk Podlaski

 Fink, Nacz. Prok. Wojsk.

235. Rajski

 Rajgrodzki, II Zarz¹d

236. Roman Rawicz

 Vogel, Najw. S¹d Wojsk.

237. Henryk Trojan

 Adler, II Zarz¹d

238. Henryk Walczak

 Zukerman

239. Zagórski

 Winter, II Zarz¹d

240. Arnold Za³êski

 Za³kind, prac. Prok. Wojsk.

 

Pracownicy MSW Mitarbeiter MSW

 

241. gen. Józef Hübner

 Dawid Szwarc

242. gen. Matejewski

 Kugelschwanc

243. gen. Miecz. Moczar

 Myko³a Demko (Ukrainiec)

244. gen. Julian Polan

 Harasim, morderca s¹dowy

245. gen. Roman Romkowski

 Natan Grinspan=Kikiel

246. gen. Józef Maria Ró¿añski

 Rosenzweig

247. p³k Leon Andrzejewski

 Ajzen Lejb=Wolff, dyr. Gabin. Ministra

248. p³k Bielecki

 Moniek Buchman, szef WUBP Kraków

249. p³k Julia Brystiger

 Prajs

250. p³k Górecki

 Goldberg, dyr. Depart. IX

251. p³k Mieczys³aw Mietkowski

 Moj¿esz Borowicki, doradca MSW

252. p³k Or³owski

 Kugelschwanz

253. p³k Marian Reniak

 Marian Stru¿yñski

254. p³k Józef Ró¿añski

 Josek Goldberg, dyr. dep. MBP

255. p³k Sienkiewicz

 Lewi, dyr. depart.

256. p³k Szeryñski

 Szhnkman, prac. MBP

257. p³k Józef Œwiat³o

 Izaak Fleischfarb, z=ca dyr. depart. X

258. pp³k Helena Woliñska=Brus

 Ochsmann

259. mjr Adam Kornecki

 Dawid Kornhendler, szef WUBP Kielce

260. Antoni Alster

 Nauman, v=ce szef MBP

261. Barbara Giller

 Basze Lea, prac. MBP



Duchowni   (Geistliche)

262. kard. Franciszek Macharski - Finkelstein
263. ks. prof. Józef Tischner - Blumstein
264. ks. prof. Romuald Weksler-Waszkinel -
Jakub Weksler
- bp Jan Chrapek - nn
- bp Bronis³aw Dembowski - nn
- bp S. G¹decki - nn
- bp gen. S³awoj L. G³ódŸ - nn
- abp Henryk Muszyñski - nn
- bp Tadeusz Pieronek - nn
- bp Tadeusz Rakoczy - nn
- abp Zió³ek - nn
- abp Józef ¯yciñski - nn
ks. Adam Bijak
ks. Adam Boniecki
ks. Micha³ Czajkowski,
o. Jan Góra (ten od Lednicy)
k. Roman Indrzejczyk
ks. Stanis³aw Musia³
ks. pra³. Grzegorz Paw³owski
i inni

Nazwiska autentyczne (rodowe) wy¿ej wymienionych osób
(z wyj¹tkiem Wa³êsy) zosta³y ustalone w oparciu o:

1) Tajne kartoteki ludnoœci przy Centralnym Biurze Adresów MSW
nr arch. 1/6526/1,
data archiwacji 9.07.1984,
nr rejestracyjny 14750-99 - Wydz. III-2, SUSW Warszawa.

2) Relacje osób znaj¹cych osobiœcie wielu spoœród wykazanych.

3) Dane ujawnione przez historyków w ich licznych publikacjach.

Tomasz Zabawa

 

  1. Robert Berman

 Leszek Moczulski

  2. Izaak Cukerman

 Jacek Kuroñ

  3. Icek Dikman

 Tadeusz Mazowiecki

  4. Izaak Stolcman

 Aleksander Kwaœniewski

  5. Lejba Kohne

 Lech Wa³êsa

  6. Berela Lewartow

 Bronis³aw Geremek

  7. Haike Silberstein

 Hanna Suchocka

  8. Aaron Szechter

 Adam Michnik

  9. Izzak Blumenfeld

 Jan K. Bielecki

10. Jakub Kleiman

 Miko³aj Kozakiewicz

11. Aaron Buchholz

 Leszek Balcerowicz

12. Szymon Knopstein

 Wies³aw Chrzanowski

13. Jakub Windman

 Mieczys³aw Wachowski

14. Haim Kromer

 Piotr N. Konopka

15. Szymon Schimel

 Krzysztof Skubiszewski

16. Aaron Fleisman

 Lech Falandysz

17. Izaak Zamler

 Janusz Zió³kowski

18. Dawid Machonbaum

 Jerzy Milewski

19. Samuel Mandel

 Karol Modzelewski

20. Jakub Leman

 Jan Litynski

21. Fajwisch Berenstrin

 Ryszard Bender

22. Dawid Cnajbaum

 August Che³kowski

23. Samuel Nelken

 Jacek Markel

24. Jakub Bauer

 Micha³ Boni

25. Dawid Goldstein

 W³odzimierz Cimoszewicz

26. Rebeka Sommer

 Izabella Sierakowka

27. Aaron Aksman

 Jerzy Jaskiernia

28. Szymon Weinbach

 Jerzy Osiatyñski

29. Salome Stein

 Ewa Spychalska

30. Symeon Sztajnman

 Marian Starowik

31. Dawid Wizentarl

 Dariusz Wójcik

32. Samuel Moritz

 Marek Markiewicz

33. Baruch Steinberg

 Micha³ Str¹k

34. Dawid Ginsberg

 Andrzej Kern

35. Aaron Rosenbaum

 Krzysztof Król

36. Jakub Glikman

 Henryk Goryszewski

37. Izaak Rozental

 Jan Olszewski

38. Aaron Nusselbaum

 Stefan Niesio³owski

39. Robert Ceimer

 Piotr Ko³odziejczyk

40. Ozjasz Golderg

 Janusz K. Mikke

41. Izzak Singer

 Antoni Macierewicz

42. Aaron Langman

 Janusz Lewandowski

43. Dawid Golsmith

 Piotr Ikonowicz

44. Szymin Bauman

 Ryszard Setnik

45. Albraham Engel

 Andrzej Drzycimski

46. Izaak Zihmerman

 Zenon Smolarek

47. Aaron Edelman

 Andrzej Milczanowski

48. Jojne Grynberg

 Janusz Onyszkiewicz

49. Dawid Zimmerman

 Marian Krzaklewski

50. Izaak Goldwicht

 Jan M. Rokita

51. Aaron Cigenbaum

 Adam Cichocki

52. Jakub Golsmith

 Aleksander Ma³achowski

53. Sara Lankamer

 Teresa Licz

54. Benjamin Kalkstein

 Jaros³aw Kaczyñski

55. Szymon Tanenbaum

 Marek Borowski

56. Icek Baumfeld

 Ryszard Bugaj

57. Dawid Lachman

 Aleksander £uczak

58. Haim Pufahl

 Jan Parys

59. Miron Hurman

 Aleksander Hall

60. Jakub Bauman

 Janusz Zaorski

61. Samuel Hanerman

 Grzegosz Ko³tko

62. Mosze Brandwein

 Andrzej Olechowski

63. Izaak Frajnkel

 Les³aw Podkañski

64. Hirsz Gelpern

 Andrzej Wieczorkiewicz

65. Szymon Buchwio

 Józef Oleksy

66. Hajka Grundbaum

 Hanna Gronkiewicz

 

Das "Verbrecher-Album der Sieger" ist als Streifzug durch Schreckenstaten vor allem an Deutschen zu sehen. Ein solcher Streifzug ist notwendig, weil Untaten gegen Deutsche in offizieller Geschichtsschreibung noch immer ein Fußnotendasein führen, während Verbrechen von Deutschen offensichtlich bis in alle Ewigkeit ausgeschlachtet werden sollen.

 

(Aus einer Buchbeschreibung des Verlags.)

Enthaltene Kurzbiographien:

Eduard Benesch /
Rosario Bentivegna /
Lawrenti Pawlowitsch Berija /
Francis Biddle /
Richard M. Bruckner /
Israel Carmi /
Dr. Ignacy Cedrowsky /
Mark Wayne Clark /
Samuel Cohen /
Arthur Compton /
Duff Cooper /
Eyre Crowe /
Vaso Cubrilovic /
Patrick Dean /
Sefton Delmer /
Georgi Michailowitsch Dimitroff /
Roman Dmowski /
Wladyslaw Dopierala /
Jana Dragojlovic /
Ilja Ehrenburg /
Albert Einstein /
Dwight D. Eisenhower /
Joseph Epstein /
Enrico Fermi /
Naftali Frenkel /
Jan Fuhrmann /
Kusma Nikitowitsch Galitzky /
Friedrich Geminder /
Ceslaw Gimborski /
Wladislaw Gomulka /
Michael Grazynski /
Armand Hammer /
Arthur Harris /
Ernest Hemingway /
Earnest Albert Hooton /
Vaclav Hrnecek /
Sergej Ingr /
Genrich Georgijewitsch Jagoda /
Lasar Moissewitsch Kaganowitsch /
Michail Iwanowitsch Kalinin /
Hirsch Kaplinski /
Theodore N. Kaufman /
Danilo Kesic /
Pierre Koenig /
Iwan Stepanowitsch Konjew /
Wojciech Korfanty /
Abba Kowner /
Simon Kriwoschein /
Isidor Kujawski /
Meyer Lanski /
Jacques Philippe Marie Leclerc /
David M. Levy /
Frederick Lindemann /
Lucky Luciano /
J. A. Marcus /
Alexander Marinesko /
Jan Masaryk /
Salomon Morel /
Henry Morgenthau /
Amsel Mowrer /
William G. Niederland /
Louis Nizer /
Robert Oppenheimer /
Esther Oviada /
Ana Pauker /
William R. Perl /
Moise Pijade /
Panteleimon Ponomarenko /
Charles Portal /
Quentin Reynolds /
Hubert Ripka /
Roman Andrejewitsch Rudenko /
Ivan Rukavina /
Michail A. Scholochow /
Sigrid Schultz /
Leopold Schwarzschild /
Konstantin Simonow /
Rudolf Slansky /
Carl Spaatz /
Josef Stalin /
Rex Stout /
Chaim Studniberg /
Leo Szilard /
Leon Tadscher /
Edward Teller /
Paul Tibbets /
Josip Tito /
Palmiro Togliatti /
Aron Naumovich Trainin /
Hugh Trenchard /
Leopold Trepper /
Leo Trotzki /
Samuel Untermeyer /
Robert Gilbert Vansittart /
Eugen Varga /
Mita Volic /
Alexandr Michailowitsch Wassilewski /
Walter Winchell /
John C. Woods /
Piotr Zaremba.

Leon Kasman